The Beatles Hey Jude

The Beatles – Hey Jude

Hey Jude ist wohl einer der berühmtesten Songs der britischen Band The Beatles. Um Irritationen zu vermeiden, muss für das deutschsprachige Publikum wohl kurz angemerkt werden, dass der Titel keineswegs Juden anspricht, sondern ein Spitzname für Julian ist. Wer ist gemeint? Wann und unter welchen Umständen ist Hey Jude entstanden? Warum wurde Der Song geschrieben? Wie verliefen die Aufnahmen? Um was geht es überhaupt und vorallendingen was ist aus dem Namensgeber des Songs geworden? So viele Fragen, so viele Antworten.

Hey Jude – Wer

Die erste Frage, die sich stellt, ist wer ist dieser Jude? Offensichtlich ist das Lied für ihn geschrieben. Zwar wurde der Song unter dem Label Lennon/McCartney veröffentlicht, ist aber größtenteils von Paul geschrieben.

Wie so oft kommt die Inspiration für Kunst aus dem wahren Leben. Bevor John Lennon die sehr kontrovers diskutierte Beziehung zu Yoko Ono führte, war er schon einmal verheiratet gewesen. Die erste Ehefrau Johns, Cynthia Powell, lernte den Musiker mit 18 Jahren am College in Liverpool kennen. Vier Jahre später wurde sie schwanger und die beiden beschlossen zu heiraten. Der Manager der Gruppe Brian Epstein befürchtete, die Ehe der beiden würde die Anziehungskraft der Beatles auf weibliche Fans verringern und so wurde diese zunächst geheim gehalten. Im April 1963 wurde ihr gemeinsamer Sohn geboren: John Charles Julian. Spitzname Jules. Der Originaltitel richtete sich mit „Hey Jules“ etwas zu offensichtlich an Lennons Sohn und so wurde der Name zu Jude abgewandelt.

I started with the idea Hey Jules, which was Julian, don’t make it bad, take a sad song and make it better.
-Paul McCartney, 1997

The Beatles Hey Jude
The Beatles Hey Jude

Hey Jude – Wann

Der Song erschien als Single am 26. August 1968 und gilt mit 7,5 Millionen verkauften Exemplaren als erfolgreichste Single der Beatles. In Deutschland hielt „Hey Jude“ ganze 27 Wochen den ersten Platz der Charts. Die 1968er Jahre sind auch noch 52 Jahre später ein Begriff, selbst für Generationen, die diese Zeit nur aus Erinnerungen anderer kennen. Internationale Jugendbewegungen lehnten sich auf, Arbeiter schloßen sich zu Streiks zusammen und die USA erschütterte gleich zwei Attentate. Sowohl Martin Luther King und Robert F. Kennedy wurden erschossen. Turbulente Zeiten in denen die Gruppe beschloss nach Indien zu reisen. Dort verbrachten sie ihre Zeit bei dem Yogi Maharishi Mahesh mit Meditation und Selbstfindung. In dieser Zeit schrieb die Gruppe rund 40 neue Kompositionen.

Hey Jude – Warum

Wie es sich für Mitglieder einer solch populären Band gehört, ist das Beziehungsleben der Mitglieder selten skandalfrei. Cynthia klagte John 1968, also im Jahr der Veröffentlichung von „Hey Jude“, wegen Ehebruchs mit bereits erwähnter Yoko Ono an. Obwohl Lennon nicht zugab eine Affäre mit dieser zu haben, bewies die Schwangerschaft der Japanerin schließlich das Gegenteil und Cynthia reichte die Scheidung ein. Im Gegensatz zu Yoko hatte Cynthia schon vor dem Berühmtwerden der Gruppe zum sozialen Kreis der Beatles gehört. Nach der Trennung des Paares fühlte sich Paul verpflichtet Cynthia und den damals erst fünfjährigen Julian zu besuchen. Auf der Rückfahrt entstand „Hey Jude“.

I was touched by his obvious concern for our welfare … On the journey down he composed ‘Hey Jude’ in the car. I will never forget Paul’s gesture of care and concern in coming to see us.
-Cynthia Lennon

Quelle der Inspiration war scheinbar die Situation Julians. Allerdings behauptete Lennon später, der eigentlich Angesprochene gewesen zu sein. Yoko Ono war zu dem Zeitpunkt erst seit kurzem Teil von Johns Leben und hatte sich zur konstanten Begleiterin des Musikers entwickelt. Das kreative Duo John und Paul konnte nicht in seiner vorherigen Version weiterexistieren. Und so interpretierte Lennon die Zeile „Go out and get her“ als unterbewusste Aufforderung McCartneys die Beziehung zu Yoko weiter zu verfolgen.

If you think about it … Yoko’s just come into the picture. He’s saying. “Hey, Jude – Hey, John.” I know I’m sounding like one of those fans who reads things into it, but you can hear it as a song to me. The words “Go out and get her” – subconsciously he was saying, Go ahead, leave me. On a conscious level, he didn’t want me to go ahead.
– John Lennon, 1980

Hey Jude – Wie

Produziert von Georg Martin war „Hey Jude“ die erste unter dem Beatles eigenen Label Apple veröffentlichte Platte. Auffällig ist zunächst einmal die schiere Länge von „Hey Jude“. Mit mehr als sieben Minuten eigentlich viel zu lange für eine Radio Singel. Die Aufnahmen fanden zeitgleich mit den Arbeiten an der als „the white album“ bekannten, selbstbetitelten Platte „The Beatles“ statt. Die ersten insgesamt 25 Takes des Songs wurden über den Zeitraum von zwei Nächten zwischen dem 29. und dem 30. Juli 1968 in den Abbey Road (EMI Studios) in London aufgenommen. Diese dienten allerdings mehr als Probe, da die eigentliche Aufnahme in den Trident Studios geplant war, da es dort eine achtspurige Aufnahmemaschine gab, während die EMI Studios nur eine vierspurige zu bieten hatten. Trotzdem wurden die ersten beiden Aufnahmen des 29. Juli anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des „white album“ 2018 veröffentlicht.

The Beatles Hey Jude
The Beatles Hey Jude

Durch die dauerhafte Präsenz von Yoko während der Studiosessions traten erstmals deutliche künstlerische und menschliche Differenzen innerhalb der Band auf. Schließlich verließ der Schlagzeuger Ringo Starr sogar für eine kurze Zeit die Gruppe und fuhr in den Urlaub nach Sardinien. Er habe sich als fünftes Rad am Wagen gefühlt und nicht mehr als Teil der Beatles. Durch zahlreiche Postkarten und Entschuldigungen, überzeugten die Zurückgebliebenen Ringo letztlich doch davon wieder Mitglied zu werden.

Hey Jude – Was

„Hey Jude“ ist ohne Zweifel ein Song der Optimismus predigt. Der Sänger ermutigt Jude das Leben nicht zu schwer zu nehmen und nach vorne zu blicken. Mit dem Wissen, dass der Song für den damals erst fünfjährigen Julian geschrieben wurde, verwundern jedoch die Zeilen, die Ihm offensichtlich dazu raten, sich zu verlieben. Allerdings wollte Paul vermutlich auch noch den älteren Julian daran erinnern, dass obwohl die Beziehung seiner Eltern zerbrochen ist, es wichtig für die Welt ist, an die Liebe zu glauben.

And anytime you feel the pain
Hey Jude, refrain
Don’t carry the world upon your shoulders
For well you know that it’s a fool
Who plays it cool
By making his world a little colder

Nach dem vierten Vers wechselt der Song zu einer mantra-ähnlichen Wiederholung von „Na-na-na, hey Jude.“ Ganze 19 Mal und über vier Minuten dauert das Outro. Im Musikvideo ist neben den Bandmitgliedern ein Livepublikum zu sehen, dessen Diversität bemerkenswert ist. Außerdem sagte Paul in einem Interview, das er 2018 dem GQ Magazin gab, „Hey Jude“ sei immer noch fester Bestandteil seines Programms, da die dabei entstehende Dynamik zwischen Publikum und ihm unfassbar beindruckend sei. Ein Energieaustausch, etwas, das diese riesigen Massen eint.

Whenever I do a new tour I think of switching out all the songs. But than I think, I gotta do „Hey Jude“, because it´s such fun. And it´s great handing that over to the audience, you know. And you know what the greatest thing is? You feel the sence of community.
-Paul McCartney, 2018

Paul McCartney bei einem seiner Auftritte.

Hey Jude – Hey Julian

Die spannende Frage, die sich mir an diesem Punkt stellt, ist, was ist aus dem fünfjährigen Julian geworden? Und was sagt er zu dem Song, der für ihn geschrieben wurde? Julian Lennon, heute selbst erfolgreicher Musiker, erzählte in einem Interview mit dem Rolling Stone Magazin, dass er eigentlich zu jung war, um sich an die goldenen Zeiten der Beatles zu erinnern, geschweige denn, an die Tatsache, dass Paul diesen Song für ihn schrieb. Über die Jahre war Paul jedoch der einzige der Beatles, der mit Julian Kontakt hielt. Zu jedem Geburtstag schickte er ihm ein Telegram. „Hey Jude“ begleitet Julian Lennon schon fast sein ganzes Leben. Jedes Mal wenn er den Song höre, überrasche es ihn.

It´s strange to think someone has written a song about you. It still touches me.
-Julian Lennon

Die Aufnahme Notizen von „Hey Jude“ wurden 1996 von Julian Lennon für 25.000 Pfund ersteigert.

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