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Frank Zappa

Der Name Frank Zappa begleitet mich schon mein Leben lang. Seine CDs stapelten sich in unseren Regalen, auf Autofahrten hörten wir seine Musik und mein Vater zeigte mir die aufwendigen Plattencover. Aber erst vor Kurzem habe ich mich mit dem Menschen Frank Zappa beschäftigt.
Ein Genie, das sich dem eigenen Werk verpflichtete. Sein ganzes Leben arbeitete der Musiker an der Vollendung seines Opus, seines Gesamtwerkes. Jedes Album, jede LP zählte dazu, fügte sich als Puzzleteil ins Ganze. Und die zu Lebzeiten Veröffentlichungen umfassen immerhin 62 Alben.

Frank Vincent Zappa – Vom Vertreter zur Ikone

Frank Zappa wurde 1940 als ältestes Kind einer sizilianischen Einwandererfamilie in Baltimore in den USA geboren. Dem Beruf seines Vaters geschuldet zog die Familie häufig um. Der junge Zappa litt an Asthma und war auch ansonsten eher kränklicher Natur. Diese Umstände machten aus ihm eine Person, die sich in sich selbst zurück zog und Probleme damit hatte Freunde zu finden. Sein Musikalisches Talent war schon damals offensichtlich. Er dirigierte das Schulorchester und schrieb Musik für einen Hollywoodfilm.

Nach einem Semester des Musikstudiums brach er dieses ab und beschäftigte sich stattdessen mit Grafik. Er malte Grußkarten, war Vertreter für Lexika und war bei einer Werbeargentur angestellt.
Mehr und mehr wendete er sich seiner eigenen Musik zu. Im September 1967 machte er zusammen mit seiner Band Mothers of invention die erste Europatournee.

Love, Drugs and Rock n’Roll?

Frank Zappa hatte hohe Ansprüche an seine Bandkollegen von Mothers of invention. Wer mit ihm Musik machen wollte, durfte keinerlei Drogen konsumieren. Und das in den 60er und 70er Jahren. Seine Stücke sind also ungetrübt von jeglichen psychedelischen Einflüssen und jede Finesse allein Zappas Genie. Er schrieb teilweise so anspruchsvolle Stücke, dass er sie selbst nicht nachspielen konnte, obwohl auch er ein begabter Gitarrist war. Das einzige Laster dem Zappa verfallen war, war das Rauchen. Selbst auf der Bühne hatte er ununterbrochen seine Zigaretten dabei und klemmte den glimmenden Stummel an die Gitarre, während er darauf spielte.

To me, a cigarette is food. I live my life eating these things and drinking the black water in this cup here.
-Frank Zappa

Satiere vom Feinsten

Zappas Musik ist nicht einfach zu entschlüsseln. Häufig sind einzelne Passagen Anspielungen auf Politik und gesellschaftliche Entwicklungen. Er mokierte sich über andere Künstler und stellt mit satirischem Geschick dar, was um ihn passiert. Obwohl er selbst als Freak betrachtet wurde, distanzierte sich Zappa von der gleichzeitig entstehenden Bewegungen der Hippie-Szene. Er verurteilte deren Drogenverehrung und bezeichnete deren Lebenswelt als „halluzinogene Einöde.“ Auch wenn es dem Hörer heute nicht unbedingt leicht fällt sämtliche Anspielungen des Zeitgeistes Zappas zu verstehen, wird es doch deutlich, dass seine Musik ungefilterter Ausdruck seiner Überzeugungen sind. Wie so häufig hat diese deutliche Sprache nicht allen gefallen.

Explicit – Einschränkung der Meinungsfreiheit

Auf Initiative einiger Ehefrauen damaliger Senatoren setzte sich 1985 dafür ein, dass Musik mit obszönen Inhalten verboten werden sollten. Zappa selbst war zwar nicht auf der Liste der betreffenden Künstler, dafür aber unter anderem Bruce Springsteen oder Prince. Zappa sah die Meinungsfreiheit bedroht. Zusammen mit John Denver nahm er an der Anhörung teil, die er selbst als Porn Wars bezeichnete. Man einigte sich schließlich darauf, dass entsprechende Musikstücke mit dem Zusatz Explicit gekenntzeichnet, jedoch nicht verboten werden würden.

Große Träume

Einer Zappas größter Träume war es, seine Kompositionen für Orchester live zu hören. Einmal nahm er mit dem Londoner Symphonie Orchester auf, war letztlich aber nicht zufrieden mit dem Ergebnis. Seine zappaeske Musik war für das klassische Orchester nicht zu verstehen. Das können die wenigsten von sich behaupten, dass der Name zum Adjektiv wird um den Stil der eigenen Musik beschrieben zu können. Kurz vor seinem Tod 1993 versuchte es das Frankfurter Symphonie Orchester nochmals. Und Frank Zappa war zufrieden.

Diese kurze Übersicht über den außerordentlichen Künstler Frank Zappa, dessen Verständnis für Musik faszinierend bleibt, ist seiner nicht annähernd würdig. Trotzdem fand ich, er sollte hier erwähnt werden.

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Frank Zappas Live-Album von 1978 wurde zwei Jahre zuvor im New Yorker Palladium mitgeschnitten. Zappa In New York besticht mit einem exzellentenBand-Line-Up, darin die Horn-Section der Saturday Night Live-Band mit Posaunist Tom Malone (The Blues Brothers) und den Brecker-Brothers, neben Zappas damaligem Drummer Terry Bozzio (Jeff Beck, Debbie Harry, KoRn). Zusätzliche Overdubs stammen (erstmals) vom Marimba-Perkussionisten Ed Mann (der danach auf quasi allen Alben Zappas zu hören ist). Nach seiner reduziert-rockigen Studio-LP Zoot Allures von 1976 ist Zappa stilistisch hier wieder in seinem alten Element angelangt: kontrastiert anspruchsvolle Tour-de-Force-Arrangements mit provokanten absurden Lyrics (Titties & Beer). Virtuoses Musician´s-Musician-Highlight des Albums ist der Perkussion-Track Black Page #2.
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Das Album Zappa ’80: Mudd Club/Munich kombiniert zwei historische Auftritte der Band aus dem Frühjahr/Sommer 1980. Der erste stammt von einem Auftritt in FZs Lieblings-Nachtclub in NYC - dem berühmten Mudd Club. Die Aufnahme basiert auf einem hochauflösenden Transfer des Original- Masterbands. Die zweite Aufnahme entstand in der Olympiahalle in München und ist die erste Live- Stereoaufnahme von Zappa, die direkt digitalisiert wurde. Das Mastering stammt von Bernie Grundman, 2022. Fotografien und Memoiren sind von George Alper, mit Linernotes von Arthur Barrow, Steve Vai, Vaultmeister Joe Travers.

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